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Nightflight, Kägiswil-Friedrichshafen-Bern-Kägiswil, 15.-16. Februar 2007
Am 15. Febraur 2007 hatte ich die Gelegenheit, bei einem Nachtflug mitfliegen zu dürfen. Der Start in Kägiswil (LSPG) sollte noch vor Sonnenuntergang stattfinden, da der Flugplatz nicht für den Nachtflug zugelassen ist. Der Flug ging nach Friedrichshafen (EDNY), ein schöner Flugplatz am nördlichen Ufer des Bodensees. Auf diesem Flugplatz findet auch jedes zweite Jahr die bekannte AERO Flugshow-ausstellung statt. Der Flug beinhaltete auch gleich die Nachfluglizenzierung (NVFR) von Beat. Um diese Lizenz zu erlangen, fehlten ihm noch einige Touch and Goes sowie die Solocircuits. Meine Nachtflugfotographierkünste sind nicht so toll und geschüttelt hats teilweise auch recht anständig :) Die Sonne geht bereits unter...
Blick zurück in Richtung Luzern
Bereits sind wir in Friedrichshafen in Anflug auf die Piste 24.
Beat flog Circuits um Circuits, so blieb auch ein wenig Zeit bei einem Anflug etwas zu spielen => Oder es wenigstens zu versuchen :D
Auch die Schärfe wurde immer akzeptabler...
Nach einigen Runden stiegen der Fluglehrer und ich aus und Beat flog seine 5 (?) obligatorischen Solocircuits mit bravour. Nach dem bezahlen der Entsprechend hoher Landetaxe(n) und dem "als normaler Airliner-PAX" Sicherheitskontrolle waren wir bereits wieder im Flugzeug, der Piper Warrior HB-PNG der Flugbetriebs AG Sarnen-Kägiswil.
Zurück in Schweizer Luftraum wurden wir vom netten Controller angefragt, ob wir ein Crossing durch die CTR Zürich via Route Echo und Whiskey möchten. Dieses Crossing beinhaltete das direkte Überfliegen des Zürcher Flughafens. Klar wollten wir, wann bekommt man wieder eine solche super Gelegenheit...? Die Bilder über Zürich wurden leider wieder ein bisschen "verschwommen". Das Erlebnis jedoch super, die vielen Lichter der Piste, die Terminals, in der Weite die schwachen Licher der Flugzeuge auf dem ILS, einfach beeindruckend!
Nach dem passieren des Flughafens verlor ich die Orientierung, zum Glück hatte ich zwei profesionelle Navigatoren an Bord :p
Unserer Position wurde ich erst wieder bewusst als wir bereits im Luftraum von Bern, unserer "Nightstation", flogen. OK, die Antenne auf dem Bantiger zwischen den beiden Punkten November und Echo ist auch wirklich nicht zu übersehen :D Final runway 14 in Bern
Nach der Landung verliess uns der Fluglehrer, welcher es ohne Probleme noch an diesem Abend nach Hause schaffte. Dies war für Beat und mich jedoch nicht der Fall. So bezogen wir ein kleines Zimmer in einem schönen Hotel nahe Belp. Nach einer kurzen aber doch Erholsamen Nacht gings früh wieder raus, war es doch Freitagmorgen und an diesem Tag auch noch ein wenig gearbeitet werden sollte... ;) Wie erwarten wurde es mit einem sofortigen Abflug jedoch nichts... Die Nacht hat ihre natürlichen Spuren am Flugzeug hinterlassen.
Ich liebe es, früh am Morgen an einem Airport zu sein! Es ist noch ruhig, die Luft ist schön kühl, die Sonne geht auf und taucht alles in ein wunderschönes goldiges Licht,... Solche Eindrücken lassen das Verlassen des warem Betts gut vergessen :)
Der Airport erwacht langsam, die Saab 2000 der Darwin aus Lugano
Und eine Citation, welche jedoch bereits die ganze Nacht rumstand.
An diesem Morgen wurde auch eine neue Deice-Technik für Kleinflugzeuge entwickelt: Den Tau mit dem "Nacht-T-shirt" abwischen und es anschliessen an der Sonne "Auftauen" lassen. Mit diesem Verfahren kommt man seinem Flugzeug näher und lernt es auch besser kennen. Auch die Kosten dieser Deice Art halten sich in einem angemessenen Rahmen. Kostenpunkt: Ein nassen Shirt :D Ein paar Beispielsbilder: Punkt 1: Die Tragflächen und sonstigen Flächen "Enttauen"
Punkt 2: Sich mit dem Flugzeug identifizieren und pflegen
Punkt 3: Die Hände bei einem Kaffee oder heissen Ovi wärem und das Flugzeug an der Sonne auftauen lassen. Nach 15-20 Minuten nochmals mit dem Shirt über die Tragflächen und die Scheiben wischen, fertig! Das Ergebnis lässt sich sehen ;)
Bald gehts nach Hause...
Während Cheffe sich auf den bevorstehenden Flug vorbereitet noch ein paar Spielereien...
Schon in der Luft, die Sicht ist überwältigend
Auf der Frequenz von Meiringen wurden wir angewiesen auf der Südseite des Tales zu fliegen, da Militärischer Flugbetrieb rund um Meiringen stattfinde. Etwas später bekamen ein Tiger Pilot die Startgenehmigung in Meiringen mit dem Hinweis, dass sich noch ein Kleinflugzeug auf der Südseite des Tales befinde. Kurze Zeit später donnerte die F-5 links von uns mit einer brutalen Steiggeschwindigkeit vorbei, so macht fliegen umsomehr Freude :) Immernoch dem Tiger nachschauend durften wir die Pistenachste kreuzen und in Richtung Brünig fliegen. Der Lungernsee und der Sarnersee ziehen unter uns vorbei und wir sind bereits wieder im Anflug auf Kägiswil
Weils so schön ist...
Nach der Landung putzen wir den Flieger und machten uns auf den Heimweg resp. den Arbeitsweg.
Diese Flüge waren für mich sehr spannend und lehrreich, sei es aus Fligerischer wie auch aus Fotografischer Sicht. Vielen Dank an dieser Stelle an Beat, es ist immer wieder schön mit dir fliegen zu dürfen und dein Vertrauen zu geniessen!
Mehr fliegerische Höhepunkte folgten bereits am nächsten Tag: Der Akroflug mit dem Pilatus PC-7
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